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Schlosshotel Ralswiek
Schlosshotel Ralswiek

Schlosshotel Ralswiek
Parkstr. 35
18528 Ralswiek

Telefon: 03838-203 20
Fax: 03838-203 22 22

Internet: www.schlosshotel-ralswiek.de
Email: info@schlosshotel-ralswiek.de

Wegbeschreibung:
Von Stralsund über den Rügendamm auf die B 96 nach Ralswiek

Öffnungszeiten:
Hotel durchgehend geöffnet
Restauration täglich ab 7.00 Uhr geöffnet

Inhaber: Heike Sommer

Von ihrem »Capri der Ostsee« träumte Effi Briest. Dabei war es eher die Sehnsucht Theodor Fontanes nach der größten deutschen Insel, die aus den Worten seiner Romanheldin sprach. Weithin bekannt machten die Romantiker das sagenumwobene Eiland der Ostsee. Der Maler Caspar David Friedrich hielt die Schönheit seiner Landschaft auf unvergänglichen Gemälden von den Kreidefelsen der Wissower Klinken oder dem 107 Meter hohen Königsstuhl fest. Kein Wunder, dass sich gar bald der Hochadel auf Rügen ein Stelldichein gab und Schlossresidenzen errichten ließ, die noch heute unser Auge erfreuen: das viertürmige Jagdschloss Granitz etwa auf dem Tempelberg bei Binz mit Schinkelschem Aussichtsturm, das kastellartige Schloss Spyker aus der Schwedenzeit auf Sassnitz oder Park und noch erhaltene Teile der alten Schlossanlage in Putbus.
Ganz und gar einmalig indes: Ralswiek, das »Hohe Schloss am Meer« –einer schottischen Ritterburg ähnlich. 1893/94 im Auftrag der Grafenfamilie Douglas aus einem schottischen Adelsgeschlecht im Neorenaissance-Stil errichtet, liegt es eingebettet in eine weitgestreckte Parkanlage am Großen Jasmunder Bodden. Mit über 50 dendrologischen Raritäten, Bäumen und Gehölzen aus Nordamerika, Ostasien und Südeuropa, unterstreicht die Parklandschaft – zum Außenstandort der IGA Rostock 2003 gekürt – die Einmaligkeit des Schlosses selbst. Dieses öffnete im März 2002 seine Pforten als Schlosshotel. Vorausgegangen war eine zweijährige aufwendige Restaurierung und Renovierung des zu DDR-Zeiten als Feierabend- und Pflegeheim genutzten Anwesens. Rund acht Millionen Euro steckten die neuen Besitzer Marlis und Gerd Raulff aus Cuxhaven in die »Neugeburt« des Schlosses als historisches Einkehrdomizil. Hausherr Gerd Raulff: »Das Denkmal muss leben, indem wir es nutzen.« Selbst Freund der schönen Künste und leidenschaftlicher Kunstsammler, erwies er dem Original Respekt bis ins kleinste Detail. So etwa bei der Inneneinrichtung nach der Handschrift des belgischen Malers und Architekten Henry van de Velde (1863–1957), eines international führenden Vertreters des Jugendstils und Freund des Schlossgründers. Die Entdeckung seiner Arbeiten im Schloss, von Einrichtungsgegenständen, Malereien und dekorativen Gestaltungselementen, kam einer kunstgeschichtlichen Sensation gleich. Stilvoll ergänzt wird das Interieur des Hauses durch über 300 originale Gemälde und Antiquitäten aus dem Besitz der Familie Raulff.
Das Ralswieker Schloss präsentiert sich heute als eine Perle mecklenburgischer Gastkultur und Musentempel in einem – mit Konzerten, Ausstellungen und Lesungen. Seine 65 Zimmer, Suiten und Maisonetten – alle unterschiedlich in Größe, Form und Farbe und ausgestattet mit eigens auf Java angefertigten Mahagoni-Stilmöbeln – verbreiten ein Gefühl von Noblesse und trauter Behaglichkeit zugleich. Für alles ist im Haus gesorgt, was dem Wohlbefinden der Gäste dient: Wellness mit Schwimmbad und Saunen, Massagen und Kreidetherapien, Naturbädern mit Blüten, Kräutern oder Molke. Ebenso natürlich außer Haus: mit Golfspiel, Segel- oder Radtouren, Ausflügen zu den Sehenswürdigkeiten der Insel. Im Schloss geben Aufenthalts- und Veranstaltungsräume – ob Bibliothek, vornehm möblierte Salons oder der »Weiße Saal« – den stilvollen Rahmen für das Tête-à-Tête ebenso wie für Bankette oder Empfänge. Wie alles im Hotel, werden auch die Tafelfreuden zu einem besonderen Erlebnis: im Schlossrestaurant mit Terrasse und weitem Blick auf Park und Bodden oder in den Turmzimmern der Grafenschänke (insgesamt 130 Plätze). Geboten wird eine gehobene Küche, die zugleich die Ursprünge altüberlieferter Rügener Kochkunst sucht und jedem Mischmasch von heimischen mit ausländischen Produkten abhold ist. Der kulinarische Bogen spannt sich von Rügener Kohl- und Heringswochen über Fisch aus dem Bodden, Rügener Filet vom Weideochsen bis zur Hausspezialität »Grafenspieße«: Würfel von Rinderfilet, Poulardenbrust und Kalbsleber mit Paprika, Schalotten und Cornichons auf einem Spieß, serviert auf einem Pilzduxelles mit Kartoffeln, dazu eine anspruchsvolle Weinofferte vornehmlich aus deutschen Anbaugebieten, ein wohltemperiertes Rostocker Pils oder ein Köstritzer Schwarzbier.
Längst ist das Märchenschloss Ralswiek auch zur gefragten Adresse für Brautpaare geworden, die hier ihren Bund fürs Leben schließen wollen, besiegelt vom Standesamt Bergen in hiesiger Außenstelle. In der kleinen schwedischen Holzkapelle am Parkeingang, die Graf Douglas auf der Stockholmer Weltausstellung 1907 erworben und hierher gebracht hat, wird gern der kirchliche Segen erteilt. Sollte der Honigmond gar in die Zeit von Ende Juni bis Anfang September fallen, könnten die Brautleute während der alljährlichen Ralswieker Störtebeker-Festspiele vielleicht sogar dem Robin Hood der Ostsee und berühmtesten Seeräuber des Mittelalters begegnen, der gern mit ihnen seine »Beute« teilt. Das Schloss Ralswiek verschmilzt in dieser Zeit mit großer Bühne und See zu einer malerischen Theaterkulisse unter freiem Himmel.











Das Buch


Historische Gasthöfe in Mecklenburg-Vorpommern
Günter Köhler / Friedhold Birnstiel
Historische Gasthöfe in Mecklenburg-Vorpommern

172 Seiten
325 Abb.
Hardcover
ISBN 3-89809-042-6
EUR 22.00

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Wein- und Fährhäuser, Schlossrestaurants, Klosterschänken und Mühlengaststätten – Mecklenburg-Vorpommern ist reich an einzigartigen historischen Gasthäusern und Herbergen. Der Band präsentiert überwiegend denkmalgeschützte gastliche Häuser, die ein unverwechselbares Ambiente und ausgewählte Speisen bieten und sich großer Publikumsgunst erfreuen. Ergänzt durch Wissenswertes über die Geschichte der Region und die landschaftlichen Entdeckungen an der Küste sowie den zahlreichen Seen Mecklenburg-Vorpommerns.